Wir präsentieren auf der AgriVoltaics World Conference 2026
Jorrit Becking präsentiert das Paper „Beyond the Silver Bullet: Why Agrivoltaic Projects Go Wrong and How a Structured Design Approach Can Fix It“ auf der 7. AgriVoltaics World Conference in Neu-Delhi, die in diesem Jahr unter dem Motto „Powering the Global South“ steht.
Landwirtschaftlicher Ertrag ist heute Bedingung für Genehmigung, Förderung und Kredit: Frankreich verlangt 90 % eines Referenzertrags, Italien und Japan 80 %, die DIN SPEC 91434 in Deutschland 66 %. Das Paper zeigt vier Wege, auf denen der übliche PV-first-Ansatz scheitert, belegt mit dokumentierten Fällen aus Asien und Europa:
- Landwirtschaft als Genehmigungsfiktion: Anlagen ohne echte Bewirtschaftung darunter.
- PV-Vorgaben, die das Anbausystem zerstören, etwa Gewächshauslüftungen, die zum Schutz des Stromertrags begrenzt werden.
- „Irgendetwas wächst“ statt eines Anbausystems, etwa Zierpflanzen, die nur zum Bestehen des Ertragstests angebaut werden.
- In Mittelwerten versteckte Verluste, mit Erträgen, die von Jahr zu Jahr stark schwanken.
Dem stellt es einen Envelope-first-Designansatz gegenüber: zuerst den landwirtschaftlichen Leistungsrahmen festlegen, dann die PV-Layouts, die darin bleiben. Der Ansatz wird an dokumentierten Fehlschlägen in Taiwan, Frankreich und Japan getestet, und das Paper fordert veröffentlichte Ertragsdaten und eine standardisierte Bewertung der Ertragsleistung in jeder Genehmigung.